Samstag, 9. Oktober 2010
Ab 10.00 Uhr: Anreise und Anmeldung im Tagungsbüro
13.00 - 13.15 Uhr – Eröffnung der Tagung und Begrüßung der Teilnehmer
13.15 - 13.30 Uhr – Vorstellung der heutigen Exkursionsziele
13:30 - 16.00 Uhr – Exkursionen
16.00 - 18.30 Uhr – Fundbearbeitung
18.30 - 19.15 Uhr – Fundbesprechung
19.30 Uhr – Grußwort
| Referent: | Dr. Christoph Hahn Bayerische Mykologische Gesellschaft |
| Thema: | Grußwort und Informationen über Projekte der BMG |
| Dauer: | ca. 30 Minuten |
20.00 Uhr – Eröffnungsvortrag
| Referent: | Dr. Georg Sperber |
| Thema: | Oberer und Nördlicher Steigerwald - Überlegungen über Eignung als Baustein für das Projekt „Nominierung deutscher/europäischer Buchenwälder als Weltnaturerbe“ |
| Inhalt: | Aufsatz als PDF-Dokument herunterladen (175.09 KB) |
| Dauer: | ca. 45 Minuten |
Sonntag, 10. Oktober 2010
8.30 - 12.00 Uhr – Exkursionen
13.00 - 17.00 Uhr – Fundbearbeitung
16.00 - 16.30 Uhr – BayFloraKryptogamen: Online-Präsentation Pilze
17.00 - 18.00 Uhr – Fundbesprechung
Ab 19.30 Uhr – Fachvorträge
|
Referent:
|
Jürgen Schreiner
|
|
Thema:
|
Rotfußröhrlinge
|
|
Inhalt:
|
Die Röhrlinge der Gattung Xerocomus gehören seit jeher zu den schwierigsten und meist diskutierten Artengruppen innerhalb der Boletales. Sehr viele neue Erkenntnisse wurden in den letzten Jahren zum Komplex um den Gemeinen Rotfußröhrling Xerocomus chrysenteron (Bull.) Quél. publiziert, die zuletzt auch zur Schaffung einer neuen Gattung (Xerocomellus Sutara) geführt haben.
Die in Deutschland bisher nachgewiesenen Arten werden anhand von Standortfotos vorgestellt. Dabei wird besonders auf die morphologische Variabilität und wichtige makroskopische Unterscheidungsmerkmale sowie die Standortansprüche, punktuell auch auf mikroskopische Charakteristika eingegangen.
|
|
Dauer:
|
ca. 45 Minuten
|
|
Referent:
|
Dr. Claus Bässler
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald |
|
Thema:
|
Bodensaprotrophe- und mykorrhizabildende Pilze im Höhengradient - Steuergrößen der Diversität
|
|
Inhalt:
|
Warum und wann entstehen aus Mykorrhizen in unseren Breiten Fruchtkörper? Welchen Einfluss haben Höhenstufe, Bewaldung, Witterung und Bodeneigenschaften? Was hat das alles und die gegenwärtige Klimaänderung mit Artenvielfalt zu tun?
Das sind viele miteinander verknüpfte Fragen, zu denen es einerseits bereits eine Reihe von Antworten gibt. Andererseits, ein widerspruchsfreies, geschweige denn geschlossenes Bild über die ökologische Bedeutung der Pilze für unsere Wälder und deren Zukunft vermitteln diese Antworten noch längst nicht. Die Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald hat sich seit einigen Jahren zum Ziel gesetzt, die ökologischen Zusammenhänge im Parkgebiet weiter aufzuklären. Das BIOKLIM-Projekt (Biodiversität und Klima Projekt) will dazu beitragen, die rasante Veränderung globaler Biodiversität zu verstehen, in dem es an einem typischen Beispiel montaner und hochmontaner Mittelgebirge die wichtigsten biologischen und physikalischen Faktoren und ihre Wechselwirkungen untereinander untersucht. Dazu zählen inzwischen nicht nur die Pflanzen und Tiere, sondern auch die Pilze, weil diese Organismen besonders empfindlich und spezifisch auf Änderungen ihrer Umwelt reagieren. Die Erfassung biologischer und abiotischer Daten wurde in 2009 begonnen - Ziel soll es sein, ein langfristiges Monitoring zu etablieren. Im Rahmen des Vortrages sollen Ergebnisse aus den ersten zwei Erfassungsjahren vorgestellt werden. |
|
Dauer:
|
ca. 45 Minuten
|
Montag, 11. Oktober 2010
8.30 - 12.00 Uhr – Exkursionen
13.00 - 17.00 Uhr – Fundbearbeitung
17.00 - 18.00 Uhr – Fundbesprechung
Ab 19.30 Uhr – Fachvorträge
|
Referent:
|
Markus Blaschke
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft |
|
Thema:
|
Naturwaldreservate in Bayern: Pilze als Naturnähezeiger
|
|
Inhalt:
|
Um Waldbestände in ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung einzustufen, verwendet man eine ganze Reihe von Indikatoren. So wird z.B. sehr häufig die Totholzmenge als ein leicht erfassbarer Parameter herangezogen. Doch allein die Menge ist nicht immer ein sehr guter Parameter, da er kaum die Qualität des Totholzes mit berücksichtigen kann. Auch mit verschiedenen Artengruppen wie z.B. Vögeln und Käfer gibt es Indikatorsystem um die Waldqualität im Hinblick auf die Naturnähe anzusprechen. Auch für Pilze hat es schon einige Ansätze gegeben, entsprechende Indikatorsysteme zu erstellen. Allerdings beruhten diese in Deutschland bislang auf der persönlichen Einschätzung einzelner Mykologen. Mit Hilfe einer deutschlandweiten Expertenbefragung, ergänzt mit den Einschätzungen von Mykologen aus dem benachbarten Ausland und einer intensiven Literaturstudie wurde nun erstmals eine Liste von 68 Pilzarten für Deutschland erstellt, die als Naturnähezeiger (NNZ) verwendet werden können.
|
|
Dauer:
|
ca. 30 Minuten
|
|
Referent:
|
Helmut Grünert
Verein für Pilzkunde München |
|
Thema:
|
Schweden – Auf den Spuren von Elias Fries |
|
Inhalt:
|
Vergangenes Jahr führte uns eine Reise zu italienischen Freunden nach Schweden, die dort die Sommermonate verbringen. Aldo hatte uns immer wieder von seinen sagenhaften Pilzfunden vorgeschwärmt. Mein Berufsleben lag zwischenzeitlich hinter mir und so konnten meine Frau Renate und ich die lange Reise ins nördliche Mittelschweden nach Filipstad im Värmland in Angriff nehmen. Elias Magnus Fries (1794-1878) – einer der „Ur-Väter” der Mykologie – ist Schwede gewesen. So lag es nahe, auch Femsjö zu besuchen: sein Geburtshaus und seine Sammelgegend. Darüber hinaus hatten wir für die Reise von unseren Freunden, Regina und Erhard Ludwig, viele gute Tipps erhalten.
Mit dem Wetter hatten wir Glück: Die Temperaturen lagen zwischen 10 und 20° C. Die sonnigen, wärmeren Hanglagen erwiesen sich als relativ trocken und pilzarm. So zog es uns in feuchteren Gebiete und wasserreiche Tallagen – die „zahlreichen” Stechmücken hatten wir bereits eingeplant.
Während unser angestammtes Sammelgebiet in Oberbayern auf stark kalkhaltigem Untergrund liegt, hielten wir uns in Schweden überwiegend in bodensauren Gebieten auf.
Viele Aufsammlungen waren uns vertraut und bekannt. Andere wiederum hatten wir bisher erst selten oder gar nie in unseren Händen gehalten, so beispielsweise der Rotgenatterte Hautkopf (Cortinarius purpureus) oder der Beringte Trompetenschnitzling (Tubaria confragosa). Die in großer Zahl wachsenden Kegelhütigen Knollenblätterpilze (Amanita virosa) und Königsfliegenpilze (Amanita regalis) hatten uns beeindruckt. Gleichwohl interessant waren die Vertreter der Haarschleierlinge (Cortinarius), Milchlinge (Lactarius), Täublinge (Russula) sowie Becherlinge (Pezizales s.l.)
Auch die Freunde pilzlicher Genüsse wären voll auf ihre Kosten gekommen: Pfifferlinge (Cantharellus cibarius), Kiefern-Steinpilze (Boletus pinophilus), Birken-Rotkappen (Leccinum versipelle) und Reifpilze (Rozites/ Cortinarius caperatus) gab es in großen Mengen. Der Pilzreichtum in Schweden war für uns überwältigend.
|
|
Dauer:
|
ca. 45 Minuten
|
Dienstag, 12. Oktober 2010
8.30 - 12.00 Uhr – Exkursionen
13.00 - 16.00 Uhr – Fundbearbeitung
16.00 - 17.00 Uhr – Fundbesprechung
Ab 19.30 Uhr – Fachvorträge
|
Referent:
|
Rudi Markones
Pilzfreunde Mainfranken |
|
Thema:
|
Schätze aus dem Reich der Pilze
|
| Inhalt: | Unser Fränkischer Pilzpapst Rudi Markones zeigt die besten Funde aus seiner Heimat zwischen Blutsee und Karlsburg. |
|
Dauer:
|
ca. 60 Minuten
|
Mittwoch, 13. Oktober 2010
8.30 - 12.00 Uhr – Exkursionen
13.00 - 16.00 Uhr – Fundbearbeitung
16.00 - 17.00 Uhr – Fundbesprechung
17.00 Uhr – Ende der Tagung und Abreise
Aufsatz als PDF-Dokument herunterladen