Naturwaldreservat Wasserberg
MTB: 6233, Höhe: 320 - 490 m ü. NN
Die Nördliche Frankenalb, ein Teilgebiet der sich vom Main im Norden bis zum Ries im Südwesten erstreckenden Fränkischen Alb, wird in ihrem Kernraum wegen der landschaftlichen Schönheit auch Fränkische Schweiz genannt. In der Umgebung von Gößweinstein ist das Landschaftsbild besonders abwechslungsreich, da hier die tief eingeschnittenen Täler von Wiesent und Püttlach zusammentreffen. Einzelne kleinere Bäche münden zusätzlich bei Gößweinstein in Wiesent bzw. Püttlach und bilden gemeinsam mit ihnen den Gößweinsteiner Flussknoten.
Wenig unterhalb der Püttlach-Mündung in die Wiesent liegt das Naturwaldreservat auf einem überwiegend nordexponierten Steilhang links der Wiesent. Mehrere Felsen bis zu 30 m Höhe und von Berg zu Tal ziehende Felsrippen gliedern die Hänge in einzelne Teilabschnitte. Auf dem größten Teil der Reservatfläche wachsen Buchenwälder, in deren Unter- und Zwischenstand als Besonderheit eine große Zahl von Eiben (oft mit 5 – 12 m Höhe) vorkommt. Auf den Standorten mit labilem, tiefgründigem Kalkschutt sind Edellabbäume wie Bergahorn, Esche, Sommerlinde und Spitzahorn in hohem Anteil beigemischt. Nur schwachwüchsige und lichte Bestände aus Buche und einzelnen Fichten besiedeln die trockenen und feinerdearmen Felsen. Diese Waldausbildung steht bereits in engem Kontakt zu den Pflanzengesellschaften der völlig baumfreien Felspartien.
Naturwaldreservat Fichtelseemoor
MTB: 5937, Höhe: 730 - 805 m ü. NN
Im Hohen Fichtelgebirge liegt südwestlich des Seehügels (950 m) in einer hochgelegenen (um 760 m) von Nordwest nach Südost verlaufenden Mulde das Fichtelseemoor, dessen Vegetation durch das feucht-kühle Klima gefördert wird. Das Naturwaldreservat umfasst neben den Hochmoor- und Übergangsmoorflächen auch benachbarte , auf Anmoor wachsende Fichtenwälder und im Südwesten Fichtenbestände auf Granitverwitterungsböden. Im Zentrum wachsen überwiegend Spirkenbestände mit wechselnden Fichten-, Moorbirken- und Kiefernanteilen. Die Bereiche mit der besten Ausbildung des Spirkenmoores befinden sich im Nordwesten, nach Südosten nimmt der Fichtenanteil stark zu.
Zwei unterschiedlich ausgeformte ehemalige Torfstiche befinden sich nördlich des Fichtelsees. Die unmittelbar dem See benachbarte langgestreckt Fläche geht nach Nordwesten in eine fast quadratische über. Beide Regenerationsflächen sind bereits wieder lückig mit Spirken, Kiefern, Fichten und Moorbirken bewachsen. Die Bestände am Rande des Reservates sind zum größten Teil vom hohen Wasserangebot beeinflusst und als Moorrandwälder zu bezeichnen. Vorherrschende Baumart ist die Fichte, der Kiefer, Spirke und Moorbirke einzeln beigemischt sind. Im Südwesten steigt das Gelände von Nordosten und Osten zum Bärenfelsen an. Der Wechsel von Torf- und Anmoorböden zu Mineralböden ermöglicht auch Buchen, Tannen, Vogelbeeren und Lärchen das Wachstum. Zur dominierenden Fichte sind sie jedoch nur einzeln beigemischt.
Naturwaldreservat Mannsberg
MTB: 6335, Höhe: 475 - 568 m ü. NN
Geologie: Jura (Malm): Frankendolomit
Boden: Überweigend trockene bis mäßig frische Humuskarbonatböden sowie
Kalkverwitterungslehme
Waldgesellschaft: Lathyro-Fagetum
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