Die 2. Bayerische Mykologische Tagung findet vom 26.9. bis zum 30.9.2008 in Pegnitz/ Oberfranken statt. Die ausrichtende Institution ist die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg.
Pegnitz, im Volksmund „Bengatz“ genannt, ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth mit rund 14.000 Einwohnern. Sie liegt in der Fränkischen Schweiz auf einer Meereshöhe von 420 Metern am gleichnamigen Fluss Pegnitz. Mit etwa 70 Brauereien ist die Fränkische Schweiz die Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt. Laut dem Guiness-Buch der Rekorde hält die Gemeinde Aufseß den Rekord: Hier kommen 4 Brauereien auf ungefähr 1.500 Einwohner.
Exkursionsziele
Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Exkursionstagung mit Fundbesprechungen und Fachvorträgen. Die halbtägigen Exkursionen führen in ausgewählte Gebiete des Umlandes, darunter die Naturwaldreservate Wasserberg, Fichtelseemoor und Mannsberg.
Die Teilnehmer der Tagung erhalten eine Sammel- und Betretungsgenehmigung für die Exkursionsziele. Es werden Fundlisten der Exkursionen zusammengestellt und diese den Teilnehmern bei Interesse zugestellt bzw. über diese Webseite zugänglich gemacht.
Fundbearbeitung
Die Fundbestimmung erfolgt in einem gemeinsamen Arbeitsraum. Die Räumlichkeit kann bis zu 50 Arbeitsplätze (Tisch für Mikroskop, Stereolupe und Literatur sowie Trockengerät) beherbergen, weshalb hier die Teilnehmerzahl begrenzt werden muss. Vor dem Abendessen stellen Experten die interessantesten Kollektionen in einer ausführlichen Fundbesprechung vor. Im Anschluss an das Abendessen folgen Fachvorträge aus den Bereichen Taxonomie, Systematik und Ökologie von Großpilzen.
Die Tagungsgebühr beträgt 40 Euro.
Gründungsversammlung
Während der Tagung findet die Gründungsversammlung der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft e.V. (BMG) statt. Die Gesellschaft soll als autarker Landesverband die Wünsche und Ziele der bayerischen Pilzvereine, Mykologen und Pilzfreunde bündeln, fördern und koordinieren. Eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) in allen Bereichen (u.a. der Pilzkartierung) wird angestrebt.
Die Basis der BMG bilden die beiden mitgliedsstärksten Pilzvereine in Bayern, die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg e.V. und der Verein für Pilzkunde München e.V., sowie weitere pilzkundliche Vereinigungen aus Bayern. Die Beitragshöhe eines Vereins soll von der Zahl der Mitglieder abhängen und gestaffelt bemessen werden. Auch Einzelpersonen können Mitglied werden. Ein Satzungsentwurf wird derzeit bearbeitet und rechtzeitig vor der Versammlung bereitgestellt.
Damit der Verein Träger von Rechten und Pflichten werden kann, ist eine Eintragung in das Vereinsregister vorgesehen. Maßgeblicher Beweggrund sind potenzielle Fördermittel auf Landesebene, die nahezu ausschließlich für eingetragene Vereine als juristische Personen zur Verfügung stehen. Ein mögliches Projekt stellt z.B. die Verwirklichung einer Pilzflora von Bayern dar.