Programm 2007

 

Freitag, 10. August 2007

Ab 12.00 Uhr: Anreise und Anmeldung im Tagungsbüro

19.00 Uhr – Eröffnung der Tagung und Begrüßung der Teilnehmer

19.15 Uhr – Grußwort

19.45 Uhr – Vortrag

Referent: Claus Bässler, NPV Bayerischer Wald
Thema: Der Nationalpark Bayerischer Wald: Geologie, Klima und Lebensraumtypen; Vorstellung der Exkursionsziele

Referent: Dr. Christoph Hahn
Thema: Die Pilze des Nationalparks Bayerischer Wald und seines Umfelds – eine Einführung
Inhalt: Als Einstimmung auf die geplanten Exkursionen werden mykologische Besonderheiten der letzten Jahre aus dem Nationalpark Bayerischer Wald vorgestellt. Hierbei werden auch Exkursionsziele wie z.B. das NWR Grübel, der Urwald Ruckowitzhäng, der Urwald Höllbachgspreng vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf den holzbewohnenden Pilzen, da gerade der große Totholzvorrat den Nationalpark Bayerischer Wald neben den vom Menschen verhältnismäßig wenig beeinflussten Waldstrukturen auszeichnet.
Dauer: ca. 30 Minuten

 

Samstag, 11. August 2007

8.30 – 12.00 Uhr – Exkursionen

13.00 – 17.00 Uhr – Fundbearbeitung

16.00 – 17.00 Uhr – Runder-Tisch-Gespräch I

Thema: Zukunft der Mykologie und Kartierung in Bayern mit Überlegungen zur Gründung eines Zusammenschlusses der bayerischen pilzkundlichen Vereine und Arbeitskreise

17.00 – 18.00 Uhr – Fundbesprechung

Ab 19.30 Uhr – Fachvorträge

Referent: Josef Christan
Thema: Die Gattung Ramaria - Vorstellung der Monografie
Dauer: ca. 45 Minuten

Referent: Markus Blaschke
Thema: Die Pilzwelt der bayerischen Naturwaldreservate (NWR)
Inhalt: Totholz und Strukturen im Wald sind ein guter Boden für zahlreiche saprophytische Pilzarten. Ein entsprechendes Angebot soll sich in den „Urwäldern von morgen", den 154 Naturwaldreservaten (NWR) in Bayern, entwickeln. Naturwaldreservate sind Schutzgebiete nach dem Waldgesetz, in denen bis auf wenige Ausnahmen keine Motorsäge mehr eingreifen soll. Wichtiges Ziel der Flächen ist es Forschungsergebnisse zu liefern, die den Waldbesitzern aufzeigen, wie die Entwicklung in ungenutzten Wäldern abläuft.

Rund 35 dieser Reservate wurden in den vergangenen Jahren bereits durch Mykologen besucht und kartiert. Einige dieser Reservate und die mykologischen Kartierungsergebnisse sollen hier vorgestellt werden.
Dauer: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 12. August 2007

8.30 – 12.00 Uhr – Exkursionen

13.00 – 17.00 Uhr – Fundbearbeitung

16.00 – 17.00 Uhr – Runder-Tisch-Gespräch I - Fortsetzung (bei Bedarf)

17.00 – 18.00 Uhr – Fundbesprechung

Ab 19.30 Uhr – Fachvorträge

Referent: Prof. Dr. Andreas Bresinsky
Thema: Dokumentation der Pilze in Bayern – bisherige Ansätze und Perspektiven für die Zukunft
Dauer: ca. 45 Minuten

Referent: Peter Karasch
Landeskoordinator der DGfM für Pilzkartierung in Bayern
Thema: Online-Pilzkartierung – Funktionsweise – aktueller Datenstand – Entwicklungspotenzial – Diskussion
Dauer: ca. 45 Minuten

 

Montag, 13. August 2007

8.30 – 12.00 Uhr – Exkursionen

13.00 – 17.00 Uhr – Fundbearbeitung

16.00 – 17.00 Uhr – Runder-Tisch-Gespräch II

Thema: Forschung und Zukunft der Mykologie im Nationalpark Bayerischer Wald und seinem Umfeld

17.00 – 18.00 Uhr – Fundbesprechung

Ab 19.30 Uhr – Fachvortrag

Referent: Hans Halbwachs
Thema: Die Fruchtkörperbildung von Großpilzen: Ist der herbstliche Temperaturwechsel zwischen Boden und Luft ein Auslöser?
Inhalt: Terricole und Mykorrhiza bildende Pilze erscheinen überwiegend im Herbst, obwohl auch im Frühjahr Perioden mit ähnlichen Lufttemperatur- und Niederschlagsverhältnissen zu beobachten sind. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Jahreszeiten ist jedoch die Bodentemperatur. Sinkt im Herbst die Lufttemperatur unter die Bodentemperatur, kann es zu Kondensationseffekten und damit zu einer stabilen Durchfeuchtung der obersten Bodenschichten kommen. Dies wiederum fördert die Bildung von Primordien.

Die Hypothese der „Boden-Luft-Temperaturinversion“ als ein Faktor der Fruktifizierung wird u.a. anhand mehrjähriger Messreihen in einem Kiefernforst erläutert und zur Diskussion gestellt.
Dauer: ca. 20-30 Minuten

Referent: Anton Hausknecht
Thema: Monographie der Gattung Conocybe in Europa
(mit Diapositiven)
Inhalt: Warum gerade Conocybe? Mein Weg zur Monographie

Kurzer Überblick über die Bolbitiaceae, Gattungs- und Artgrenzen, erste (spärliche) Ergebnisse molekularbiologischer Untersuchungen

Wichtige Unterscheidungskriterien und spezielle Arbeitsmethoden in der Gattung Conocybe

Derzeitiger Wissensstand weltweit, infragenerisches System

Die Monographie – was soll sie enthalten?

Vorstellung wichtiger bzw. interessanter Vertreter der Gattung mit spezieller Berücksichtigung von Taxa, die aus Bayern bekannt sind.
Dauer: ca. 60 Minuten

 

Dienstag, 14. August 2007

8.30 – 12.00 Uhr – Exkursionen

13.00 – 17.00 Uhr – Fundbearbeitung

16.00 – 17.00 Uhr – Runder-Tisch-Gespräch II - Fortsetzung (bei Bedarf)

17.00 – 18.00 Uhr – Fundbesprechung

Ab 19.30 Uhr – Fachvorträge

Referent: Gunnar Hensel
Thema: Mit Hypogäen durchs Jahr
Inhalt: Hypogäische Pilze sind in Mitteldeutschland wie auch andernorts i.d.R. nur zufällig gefunden worden. Durch Quellenstudium aber insbesondere durch gezielte Feldarbeit in den zurückliegenden fast sieben Jahren ist ein klareres Bild über die unterirdisch wachsenden Pilze im Bearbeitungsgebiet entstanden. Der Erforschungsgrad ist mit dem von Dänemark (LANGE), Großbritannien (HAWKER) oder der Schweiz (KNAPP und SCHWÄRZEL) vergleichbar.
Schwerpunkt bildet die Vorstellung ausgewählter Arten und Artengruppen. Es wird erläutert, wann Hypogäen zu finden sind und in welchen Biotopen sie wachsen. Die Technik des Sammels ergänzt die Informationen. Hinweise zu den Aufsammlungen erleichtern bei kritischen Arten spätere Bestimmungsarbeit.

Der Vortrag soll anregen, auch in anderen Bundesländern verstärkt auf diese Artengruppe zu achten, um das Artenspektrum, die Häufigkeit und die Verbreitung kennen zu lernen und später einmal Bestandsentwicklungen beurteilen zu können.
Dauer: ca. 20-30 Minuten

Referent: Dr. Christoph Hahn
Thema: PSV-Fortbildung: Vergiftungssyndrome (offener Vortrag)
Dauer: ca. 30 Minuten

 

Mittwoch, 15. August 2007

8.30 – 12.00 Uhr – Exkursionen

13.00 – 16.00 Uhr – Fundbearbeitung

16.00 – 17.00 Uhr – Fundbesprechung

17.00 Uhr – Beendigung der Tagung und Abreise

 

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