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PSV-Fortbildung

PilzsachverständigeDGfM sind sowohl in der Vergiftungsprävention als auch beratend bei akuten Pilzvergiftungen tätig. Die Bayerische Mykologische Gesellschaft unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie bei Fortbildungsmaßnahmen ihrer Fachkräfte.

Sammlerglück: knackige Steinpilze

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) bildet bundesweit ehrenamtlich tätige PilzsachverständigeDGfM (PSV) aus. Die Pilzexperten verhindern Pilzvergiftungen und beraten bei akuten Vergiftungsfällen. Weiter vermitteln PSV durch Vorträge und Führungen Wissen über Pilze und die Pilzkunde allgemein.

Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)
Der Verzehr des Grünen Knollenblätterpilzes (Amanita phalloides) verursacht schwere Leberschäden teils mit Todesfolge.
In Bayern übernimmt die Ausbildung im Namen der DGfM der Präsident der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft (BMG). Die PSV-Kurse finden in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen statt. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung zum PilzsachverständigenDGfM erhält der Proband eine auf 5 Jahre befristete Befähigung, im Namen der DGfM als Sachverständiger tätig zu sein. Gemäß den Ausbildungsrichtlinien der Gesellschaft muss innerhalb dieses Zeitraums eine Fortbildung erfolgen. So bleibt der Sachverständige stets auf dem neuesten Stand für seine verantwortungsvolle Tätigkeit.

Hierzu bietet die BMG während ihren Jahrestagungen durch die DGfM anerkannte Fortbildungsveranstaltungen an. Pilzkundliche Arbeitskreise und Vereine können gesonderte Termine erfragen. In Absprache mit der DGfM lassen sich gerne auch Lehrgänge vor Ort realisieren.

Spitzgebuckelter Raukopf (Cortinarius rubellus)
Das Toxin des Spitzgebuckelten Raukopfs (Cortinarius rubellus) zerstört die Harnkanäle und kann so zu Nierenversagen führen.
Auf Anregung der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft hat die Deutsche Gesellschaft für Mykologie jetzt einen Erinnerungsservice ins Leben gerufen: 1 Jahr vor Ablauf des gültigen Ausweises werden PilzsachverständigeDGfM schriftlich auf die zeitnah nötige Fortbildung hingewiesen. Dies stellt sicher, dass kein PSV versehentlich den Fünfjahreszeitraum ohne entsprechende Maßnahme verstreichen lässt.  Die Bayerische Mykologische Gesellschaft unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie in ihrem Bestreben, einen bundesweit einheitlichen Ausbildungsstandard zu etablieren und zu gewährleisten. Dies betrifft im Wesentlichen die Pilzberatung, die vergiftungspräventive Sachverständigentätigkeit sowie die Hilfe im akuten Vergiftungsfall.

Erschwert würde das Ziel jedoch durch eine regionale Aufsplittung in diverse Ausbildungen zu unterschiedlichen Pilzsachverständigen und die Tatsache, dass der Begriff "Pilzsachverständiger" in Deutschland nicht geschützt ist. Deshalb appelliert die Bayerische Mykologische Gesellschaft an alle Pilzfreunde, bayern- und deutschlandweit mit der DGfM an einem Strang zu ziehen.

Neben den offiziellen Fortbildungen steht es den PilzsachverständigenDGfM natürlich frei, bei weiteren mykologischen Veranstaltungen ihr Wissen zu vertiefen und Erfahrungen mit Kollegen auszutauschen – beispielsweise im Rahmen der jährlich stattfindenden Bayerischen Mykologischen Tagungen.
 

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