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Kartierung und Funga

Jeder kann seine bestimmten Funde digital erfassen und so bei der flächendeckenden Kartierung mitwirken. Die Datensätze dienen als Basis für eine Publikation über den Bestand aller Großpilze in Bayern.

 

Online-Kartierung: Funde in Bayern

Die Erforschung der heimischen Pilze, ihrer Ökologie und die flächendeckende Kartierung werden noch Generationen von Pilzkundlern beschäftigen. Seit Beginn des Projektes BayFloraKryptogamen vor 6 Jahren werden die Kartierungsaktivitäten in Bayern verstärkt.

Eingabemaske der Online-Kartierung
Bei der Online-Kartierung übermitteln Melder ihre Funddaten über ein Eingabeformular.
Foto: http://brd.pilzkartierung.de
Gut die Hälfte der über 72.000 Neueinträge in der Online-Pilzkartierung seit 2001 beinhalten Funde aus dem Freistaat. Während dieses hervorragende Medium in anderen Bundesländern noch im Dornröschenschlaf steckt, sind in unserem Bundesland schon Verbreitungsmuster einiger Pilzarten erkennbar. Wie diese Ergebnisse in der Zukunft einmal dargestellt werden könnten, lässt sich am Beispiel der Moose unter www.moose-deutschland.de/by betrachten.

Die Basis für künftige "Pilzfloren" in Bayern ist von Dr. Helmut Besl in Regensburg zusammen mit weiteren aktiven Mykologen in Form einer Checkliste der aus Bayern dokumentierten Basidiomyceten erarbeitet worden: BESL, H. & BRESINSKY, A. (2009): Checkliste der Basidiomycota von Bayern (Agaricomycotina, Urediniomycotina, Ustilaginomycotina). Regensburger Mykologische Schriften. Bd. 16. Das Mammutwerk mit 877 Seiten listet alle aus Bayern belegten oder publizierten Arten von Ständerpilzen mit aktueller Nomenklatur, Literatur- und Herbarzitaten und Rote-Liste-Stati. Die Checkliste kann über die Regensburgische Botanische Gesellschaft für 54 bzw. 35 Euro für Abonnenten und Mitglieder jeweils zzgl. Versandkosten bestellt werden.

Bildschirmfoto: moose-deutschland.de
Auf moose-deutschland.de werden Moosfunde aus ganz Bayern in Wort und Bild visualisiert.
Das große Interesse und die Freude an der Feldmykologie wird auf den seit 2007 jährlich durchgeführten Bayerischen Mykologischen Tagungen durch die vielen Teilnehmer dokumentiert. Die Bayerische Mykologische Gesellschaft wird mit weiteren, geplanten Fortbildungsveranstaltungen dazu beitragen, die Qualität der erfassten Daten stetig zu erhöhen und zu sichern.

Mit dieser stabilen Grundlage werden wir in den kommenden Jahrzehnten unsere Kräfte bündeln und gemeinsam an der Verwirklichung einer Funga von Bayern arbeiten. Dass ein solches Vorhaben nur mit öffentlicher Unterstützung zu realisieren ist, ist allen Beteiligten klar.

 

 

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