11. Bayerische Mykologische Tagung 2017
vom 10. bis 15. Oktober 2017 im Landkreis Regensburg
Cort Phl dionysae10aCortinarius dyonisae (Foto: H. Zitzmann)

Die Bayerische Mykologische Tagung 2017 wird ausgerichtet von der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Oberpfalz (PAGO), einem lockeren Verbund von Pilzinteressierten und PilzsachverständigenDGfM. Mit dem Hotel Bartholomä in Zeitlarn, einer Gemeinde am Stadtrand von Regensburg, konnte eine Lokalität gefunden werden, die unseren Anforderungen entspricht: Im Umkreis von 50 km sind die meisten unserer besonderen Exkursionsziele erreichbar. Es sind geeignete Tagungsräume vorhanden und reichlich Parkplätze direkt am Haus. Für Teilnehmer an der Tagung gelten Sonderkonditionen.
Der Großraum Regensburg bietet vielfältige Biotope. Saure Böden finden sich im Nordosten mit kollinen bis montanen Nadel- und Mischforsten oder Moorgebieten. Das Oberpfälzer Hügelland im Norden glänzt vor allem durch Sandkiefernwälder, dazwischen Sand- und Kiesgruben und daraus entstandene Seenlandschaften oder aufgelassene Truppenübungsplätze mit trockenen Heidelandschaften.
Kalkböden mit ganz unterschiedlichen Wäldern, von Nadelforsten bis zu Edellaubwäldern gibt es vor allem westlich und südwestlich von Regensburg im Oberpfälzer Jura. Dazwischen liegen immer wieder Gebiete mit Kalkmagerrasen. Der Gäuboden im Südosten ist extrem landwirtschaftlich geprägt und enthält nur noch kleine Reste von Wäldern, die zwar mykologische Raritäten enthalten, aber nicht gerade reichhaltige Pilzvorkommen bieten.
Etwas weiter im Süden liegen die bekannten Abensberger und Siegenburger Binnendünen. Die Sande dort sind überwiegend sauer, die Pilzflora deshalb meist ähnlich den Sandkiefernwäldern im Norden. Aber es gibt auch Ausläufer von Kalk, die sich unter oft dicken Sandschichten verstecken und nur gelegentlich hervortreten, z. B. in einem Steinbruch.
Aber auch das Stadtgebiet Regensburg hat eine sehr artenreiche Funga zu bieten. In vielen Parkanlagen im Zentrum wie in der Peripherie oder auf dem Uni-Gelände, auf Grünstreifen an Straßenrändern und in Gärten konnten bisher schon über 900 Arten nachgewiesen werden.
Mitte Oktober liegen die „typischen“ Schwerpunkte der Mykorrhiza-Gattungen in den sauren Gebieten naturgemäß bei Tricholomen, auf Kalk bei Phlegmacien und Inocyben. Letztere sind aber auch auf sauren Böden zu erwarten, vor allem an den Wegrändern. Durch die Vielfalt der Biotope ist nahezu die gesamte Bandbreite der jahreszeitlich üblichen Gattungen und Arten zu erwarten. Der Oktober ist die pilzsicherste Jahreszeit in der Region. 2016 hatten wir bei unseren Pilztreffen ab der zweiten Oktoberhälfte volle Tische mit vielen Raritäten, während andernorts Führungen und Exkursionen ausfallen mussten.

Text: Helmut Zitzmann

INFOS ZUR UNTERKUNFT:
Für die Buchung einer Unterkunft ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. Im Tagungshotel Bartholomä in Zeitlarn sind Zimmer für die BMG reserviert. Bei Buchung bitte "BMG-Tagung" angeben, um das BMG-Kontingent in Anspruch zu nehmen und von der Vergünstigung zu profitieren. Hier geht es zur Homepage des Hotels Bartholomä.
Weitere Unterkünfte finden sich in der näheren Umgebung.

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Die nachfolgenden Bilder zeigen der Reihe nach
Cortinarius laberiae
Cortinarius praestans
Gomphus clavatus
Tricholoma focale
Tricholoma subglobisporum
(alle Bilder: H. Zitzmann)

Cort Phl laberiae111030b

Cort Phl praestans10a

Gomphus clavatus10

Tricholoma focale10b

Tricholoma subglobisporum100918