Kartierungsprojekt 2014/15 „Ehemaliger Standortübungsplatz Landshut mit Isarleite“

Die Bayerische Mykologische Gesellschaft (BMG) unterstützt das nachfolgend beschriebene Projekt:
Über das Vorkommen von Pilzen im Naturschutzgebiet „Ehemaliger Standortübungsplatzes Landshut“ ist bisher wenig bekannt. Bisher wurden die Pilzarten lediglich punktuell und ehrenamtlich von Herrn Boesmiller erfasst. Eine etwas detailliertere Kartierung fand im Oktober 2013 im Rahmen einer Exkursion der Jahrestagung der BMG statt.

Im derzeitigen Pflege- und Entwicklungsplan sind die Pilze nicht berücksichtigt. Da vor allem das Vorkommen der Wiesenpilze stark von der Nutzung abhängig ist und eine Neuauflage des Planes ansteht, sollen die Wiesenpilze durch eine Erfassung Berücksichtigung finden.

Zielsetzungen:
  • Erfassung des Arteninventars der Wiesenpilze (mit Schwerpunkt auf Saftlinge, Gattung Hygroybe s.l.)
  • Erfassung des Arteninventars der Großpilze
  • Verschneidung der Arteninventare mit erhobenen Umweltdaten
  • Schaffung einer Datengrundlage, um nach gezielt geänderten Mahdbedingungen
    (z. B. Schafbeweidung unterschiedlicher Intensität vs. mechanische Mahd unterschiedlicher Intensität) in einer Wiederholungsaufnahme die Auswirkungen der Mäh- / Beweidungsweise untersuchen und überprüfen zu können
  • Erstellen eines Abschlussberichts
  • Publikation interessanter Ergebnisse in populären und wissenschaftlichen Medien

Die detaillierte Auswertung und Publikation der Daten, wissenschaftlich sowie populärwissenschaftlich, soll über Dr. Christoph Hahn, Vorsitzender der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft, erfolgen.

Begründung und Ausblick:
Das oben skizzierte Projekt liefert neben der ersten Datengrundlage, die den Wert des zu untersuchenden Naturschutzgebietes anhand der zuvor nicht diesbezüglich beachteten Organismengruppe der Pilze evaluieren lässt, zudem die Möglichkeit, anhand einer Folgeuntersuchung den konkreten Einfluss unterschiedlicher Beweidungs- und Mähstrategien auf die Pilzartenzusammensetzung der Offenlandflächen zu beobachten. Die zu erwartenden Ergebnisse sind auch für andere Offenlandnaturschutzgebiete relevant, dienen aber insbesondere dem Erstellen eines Pflege- und Entwicklungsplans für das untersuchte NSG.

Die Arbeiten werden in enger fachlicher Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Landshut, dem Gebietsbetreuer (Philipp Herrmann) und der Regierung von Niederbayern, höhere Naturschutzbehörde durchgeführt.

Für weitere Informationen über das Projekt wenden Sie sich bitte an unseren Projektleiter und Vizepräsidenten Alfred Hussong