BMG Tagung 2012

6. Bayerische Mykologische Tagung

Gadheim/Veitshöchheim 25.-30. September 2012

comp Hygrocybe_psittacina640Vom Klima her steht Mainfranken ziemlich im Gegensatz zur letztjährigen Tagung in Berchtesgaden, wo der Funtensee den deutschen Kälterekord mit fast -46°C hält. Mainfranken gilt zusammen mit dem Rheintal als wärmste Gegend Deutschlands. Die thermophilen Eichen- und Buchenwälder auf Kalk und Buntsandstein ebenso wie die Kalkmagerrasen und Saftlingswiesen, aber auch die Binnendünen und sandigen Kiefernwälder, bieten viele Schätze aus dem Reich der Pilze. Lothar Krieglsteiner hat hier für seine Dissertationsarbeit unter fast 3000 Taxa u.a. mehr als 150 für Bayern neue Pilzarten gefunden.

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Leaderprojekt Ammersee

Die Pilze der Ammerseeregion: eine Zusammenstellung aller bislang bekannten Arten

Pilzexperten der Region starten mit Hilfe der Leader-Aktionsgemeinschaft Ammersee eine einzigartige Dokumentation als Internetportal

comp Hygrocybe_coccinea640Das Ammerseegebiet hat mehr Natur als gemeinhin bekannt ist. Dass es dort viele seltene und außergewöhnliche Pflanzen und Tierarten gibt, davon hat man ja schon gehört. Kaum bekannt ist aber, dass die Region reich an Pilzarten ist, die woanders in Bayern oder auch in anderen Bundesländern kaum noch gefunden werden.

Deshalb hat die Bayerische Mykologische Gesellschaft (BMG e.V.) das Projekt "Pilze der Ammerseeregion" initiiert, das bis Ende 2013 umgesetzt werden soll.

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Rote Liste Bayern

                 Rote Liste gefährdeter Großpilze Bayerns
                    (bearbeitet) von Peter Karasch und Dr. Christoph Hahn

RL_BayernRote Listen dokumentieren in erster Linie den Rückgang von Arten und lassen sich damit nicht per se als Naturschutzerfolge "verkaufen". Viel eher sind sie Alarmsignale, mit denen Arten auf ihre kritische Lage aufmerksam machen. Und eben deswegen sind sie nach wie vor unverzichtbare Instrumente des Naturschutzes, indem sie unter anderem

  • als Argumentations- und Entscheidungshilfen für umwelt- und     raumrelevante Planungen herangezogen werden
  • den notwendigen Handlungsbedarf im Naturschutz aufzeigen (Grundlage für Arten- und Biotopschutzmaßnahmen sowie für Artenhilfsprogramme)
  • auf den Erfolg von Naturschutzmaßnahmen schließen lassen
  • künftige Forschungen anregen und Behörden sowie der Öffentlichkeit als Informationsquelle über die Gefährdungssituation der Arten dienen.

Die vorliegende Ausgabe der Roten Liste gefährdeter Großpilze Bayerns soll hierzu einen neuen, aktualisierten Beitrag leisten.

Die letzte Bearbeitung der Roten Liste der gefährdeten Großpilze Bayerns wurde vor 20 Jahren veröffentlicht (Schmid 1990). Seither wurden viele neue Daten erhoben und das Wissen um die Lebensweise und Verbreitung der Pilze hat sich verbessert. Da zudem die Kriterien für die Einstufung in die Roten Listen europaweit vereinheitlicht wurden, war schon aus diesem Grunde eine Überarbeitung der alten Liste geboten. Bayern ist nicht nur das größte Bundesland, sondern weist auch die größte Vielfalt an Naturräumen auf.

Diese landschaftliche Vielfalt bedingt einen hohen Artenreichtum bei den Pilzen. Zurzeit sind nach Besl 2008 (in litt.) mindestens 2.718 Arten von Blätter-/Röhrenpilzen (Agaricales s.l.) und 1.056 Arten Nichtblätterpilze (Aphyllophorales s.l.) nachgewiesen. Hinzu kommen geschätzt mehr als 1.000 Schlauchpilzarten (Ascomycetes), für die noch eine Inventarliste fehlt. Zusammen sind in Bayern also insgesamt bald 5.000 Großpilzarten bekannt. Hierzu zählen alle Pilzarten, deren Fruchtkörper eine Größe von 1 mm überschreiten. Die hohe Diversität der bayerischen Pilzflora bedingt Kenntnislücken bezüglich einiger Artengruppen. Viele Pilze sind schwer bestimmbar und nur von wenigen Experten zweifelsfrei anzusprechen.

Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der vorgestellten Roten Liste der Pilze Bayerns auf den Großpilzen und hier im Speziellen auf Arten, die als gut bearbeitet gelten oder über die genaue Aussagen von Spezialisten greifbar sind.

Weitere Informationen zum Download oder Bezug der Druckversion (10 Euro) erhalten Sie unter
http://www.lfu.bayern.de/natur/rote_liste_pilze/index.htm
Die Druckversion kann auch direkt über die Bayerische Mykologische Gesellschaft bestellt werden:
Bestellung



    Zuletzt diskutierte Themen im Forum:

    Mycologia Bavarica Band 12 erschienen

    Titel Band 12
    Der Verein für Pilzkunde München e.V. hat den Band 12 seiner mykologischen Fachzeitschrift Mycologia Bavarica herausgegeben
    – das Inhaltsverzeichnis können Sie hier einsehen.

    Die Zeitschrift kostet pro Ausgabe 12,50 Euro plus Porto und Verpackung (derzeit 1,50 Euro), Mitglieder des VfPM sowie der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft erhalten eine Ermäßigung auf 10,– Euro. Der fällige Betrag wird für Abonnenten innerhalb Deutschlands ausschließlich im Lastschriftverfahren eingezogen. Einzelheftbesteller und Besteller aus dem Ausland werden um Direktüberweisung gebeten.
     Nähere Informationen nebst einem Bestellformular sind auf der Website der Mycol. Bav. abrufbar.
     

    Vielfalt entdecken - Pilze, Moose, Farne, Flechten

    stmug_app000001 So lautet der Titel des auf Initiative der BMG e.V. vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Gesundheit www.stmug.bayern.de im Rahmen der erfolgreichen Aktion www.tournatur.bayern.de kürzlich fertig gestellten Info-Flyer.

    Es wurden häufige bzw. auffällige und +/- leicht kenntliche Arten für Wander- und Naturfreunde ausgewählt, um einen kleinen Einblick in die Artenvielfalt zu geben.

    Die Textvorschläge zu den Moosen und Flechten  wurden von Dr. Oliver Dürhammer (s. auch www.moose-deutschland.de) erstellt. Die Informationen zu den Pilzen wurden von unseren Vorstandsmitgliedern Peter Karasch & Hans Halbwachs erarbeitet.

    Die Flyer, die in einer Großauflage von über 150.000 Stück hergestellt wurden, können unter http://www.bestellen.bayern.de/shoplink/naturschutz.htm bestellt werden, solange der Vorrat reicht.
     

    Tagungsbericht im Tintling

    Der Tintling 64: Bericht über die Tagung 2009 Im aktuellen Heft 3/2010 des Tintlings ist ein Bericht über die 3. Bayerische Mykologische Tagung 2009 in St. Oswald erschienen. Auf 16 Seiten lassen wir die Veranstaltung im Rachel-Lusen-Gebiet des Nationalparks Bayerischer Wald nochmals Revue passieren und präsentieren interessierten Pilzfreunden einige ausgewählte Funde. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals recht herzlich bei den Teilnehmern an der Tagung 2009 und den unermüdlichen Fotografen bedanken, die sowohl die Veranstaltung als auch den Bericht in dieser Form erst ermöglichten. Dieses Jahr findet die Bayerische Mykologische Tagung im nördlichen Steigerwald statt. Hier setzt sich die BMG für die Ausweisung eines Nationalparks ein. Details zur Tagung 2010
     

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