
Vom Klima her steht Mainfranken ziemlich im Gegensatz zur letztjährigen Tagung in Berchtesgaden, wo der Funtensee den deutschen Kälterekord mit fast -46°C hält. Mainfranken gilt zusammen mit dem Rheintal als wärmste Gegend Deutschlands. Die thermophilen Eichen- und Buchenwälder auf Kalk und Buntsandstein ebenso wie die Kalkmagerrasen und Saftlingswiesen, aber auch die Binnendünen und sandigen Kiefernwälder, bieten viele Schätze aus dem Reich der Pilze. Lothar Krieglsteiner hat hier für seine Dissertationsarbeit unter fast 3000 Taxa u.a. mehr als 150 für Bayern neue Pilzarten gefunden.
Pilzexperten der Region starten mit Hilfe der Leader-Aktionsgemeinschaft Ammersee eine einzigartige Dokumentation als Internetportal
Das Ammerseegebiet hat mehr Natur als gemeinhin bekannt ist. Dass es dort viele seltene und außergewöhnliche Pflanzen und Tierarten gibt, davon hat man ja schon gehört. Kaum bekannt ist aber, dass die Region reich an Pilzarten ist, die woanders in Bayern oder auch in anderen Bundesländern kaum noch gefunden werden.
Deshalb hat die Bayerische Mykologische Gesellschaft (BMG e.V.) das Projekt "Pilze der Ammerseeregion" initiiert, das bis Ende 2013 umgesetzt werden soll.
Rote Liste gefährdeter Großpilze Bayerns
(bearbeitet) von Peter Karasch und Dr. Christoph Hahn
Rote Listen dokumentieren in erster Linie den Rückgang von Arten und lassen sich damit nicht per se als Naturschutzerfolge "verkaufen". Viel eher sind sie Alarmsignale, mit denen Arten auf ihre kritische Lage aufmerksam machen. Und eben deswegen sind sie nach wie vor unverzichtbare Instrumente des Naturschutzes, indem sie unter anderem
Die vorliegende Ausgabe der Roten Liste gefährdeter Großpilze Bayerns soll hierzu einen neuen, aktualisierten Beitrag leisten.
Die letzte Bearbeitung der Roten Liste der gefährdeten Großpilze Bayerns wurde vor 20 Jahren veröffentlicht (Schmid 1990). Seither wurden viele neue Daten erhoben und das Wissen um die Lebensweise und Verbreitung der Pilze hat sich verbessert. Da zudem die Kriterien für die Einstufung in die Roten Listen europaweit vereinheitlicht wurden, war schon aus diesem Grunde eine Überarbeitung der alten Liste geboten. Bayern ist nicht nur das größte Bundesland, sondern weist auch die größte Vielfalt an Naturräumen auf.
Diese landschaftliche Vielfalt bedingt einen hohen Artenreichtum bei den Pilzen. Zurzeit sind nach Besl 2008 (in litt.) mindestens 2.718 Arten von Blätter-/Röhrenpilzen (Agaricales s.l.) und 1.056 Arten Nichtblätterpilze (Aphyllophorales s.l.) nachgewiesen. Hinzu kommen geschätzt mehr als 1.000 Schlauchpilzarten (Ascomycetes), für die noch eine Inventarliste fehlt. Zusammen sind in Bayern also insgesamt bald 5.000 Großpilzarten bekannt. Hierzu zählen alle Pilzarten, deren Fruchtkörper eine Größe von 1 mm überschreiten. Die hohe Diversität der bayerischen Pilzflora bedingt Kenntnislücken bezüglich einiger Artengruppen. Viele Pilze sind schwer bestimmbar und nur von wenigen Experten zweifelsfrei anzusprechen.
Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der vorgestellten Roten Liste der Pilze Bayerns auf den Großpilzen und hier im Speziellen auf Arten, die als gut bearbeitet gelten oder über die genaue Aussagen von Spezialisten greifbar sind.
Weitere Informationen zum Download oder Bezug der Druckversion (10 Euro) erhalten Sie unter
http://www.lfu.bayern.de/natur/rote_liste_pilze/index.htm
Die Druckversion kann auch direkt über die Bayerische Mykologische Gesellschaft bestellt werden:
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So lautet der Titel des auf Initiative der BMG e.V. vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Gesundheit www.stmug.bayern.de im Rahmen der erfolgreichen Aktion www.tournatur.bayern.de kürzlich fertig gestellten Info-Flyer.© 2007 - 2010 Bayerische Mykologische Gesellschaft e.V.
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