Aktuelles

DGfM-Dreiländer-Tagung, 2014 in Mettlach

SaarschleifeDie diesjährige Drei-Länder-Tagung und Internationale Vortragstagung der DGfM wird im Saarland stattfinden. Veranstaltungsort ist Mettlach-Orscholz im Tagungs- und Besucherzentrum „Cloef-Atrium“  (http://www.cloef-atrium.de).KB)

Weitere Einzelheiten finden sich auf http://www.dgfm-ev.de/drei-l%C3%A4nder-tagung-2014 einschließlich Tagungsprogramm. Siehe auch den als Download angebotenen Rundbrief.

 

 

Auf dem Weg zum UNESCO-Weltnaturerbe: Der "Hohe Buchene Wald"  im Steigerwald wurde am 18. April 2014 zum Waldschutzgebiet erklärt!

BuchenbestandGelbmilchender HelmlingWir gratulieren: Nach langem Kampf des Freundeskreis Nationalpark Steigerwald und anderer Befürworter einer Unterschutzstellung hat der Bamberger Landrat Dr. Denzler 775 ha alten Buchenbestand unter Schutz gestellt. Davon wird etwa die Hälfte der natürlichen Waldentwicklung überlassen, im Rest des Gebietes ist lediglich die Entnahme standortsfremder Gehölze gestattet. Einzelheiten sind in der Verordnung nachlesbar. Die Einrichtung des Schutzgebietes ist Voraussetzung für eine Anerkennung als Weltnaturerbe. Mehr ist in Kürze auf der Homepage des Freundeskreises zu finden: www.pro-nationalpark-steigerwald.de.
Hier noch ein Kommentar der Grünen: http://www.gruene-bamberg-land.de
.

 

 Pilze in unserem Wald: ein Merkblatt für Kinder, Eltern und Lehrer

zimperling-webDie Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Landesverband Bayern e.V. hat zusammen mit der BMG ein Merkblatt über Pilze herausgebracht. In der Geschichte für Schulkinder erobert der Zimperling in bewährter Weise diesmal die Welt der Pilze. Er begleitet die verschiedenen Entwicklungsstufen und erklärt auch die sperrigen Fachausdrücke. Mit der Auflistung von Bemerkenswertem und der vielfältigen Pilzformen, wollen wir die Kinder am Thema und für den Wald interessieren. Zum Download geht es hier.

 

Klimawandel im Nationalpark Bayerischer Wald? Was Beobachtungen zu Temperatur, Flora und Fauna verraten

Klimaforscher sind sich einig: Im letzten Jahrhundert ist es auf der Erde messbar wärmer geworden. Der Weltklimarat konstatierte 2013 – global gesehen – einen mittleren Temperaturanstieg von 0,85 °C seit 1880 und erklärte die letzten drei Jahrzehnte zu den wärmsten seit 1400 Jahren. Extrem milde Winter wie 2013/14 – in Deutschland bislang der drittwärmste seit über 130 Jahren – scheinen das allgemeine Phänomen zu bestätigen; ungewöhnliche Kälteeinbrüche wie jüngst im Süden der USA verdeutlichen jedoch, dass Klimatrends zeitlich und räumlich sehr variabel sein können. Wie sieht es im Nationalpark Bayerischer Wald aus? Ist hier Klimawandel lokal messbar und wenn ja, lassen sich Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere beobachten? Erste Antworten hierzu liefert das BIOKLIM-Projekt unter der Federführung von Wissenschaftlern des Nationalparks. Mehr dazu hier: www.nationalpark-bayerischer-wald.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen

 

 


 

 

Rote Liste Bayern

                 Rote Liste gefährdeter Großpilze Bayerns
                    (bearbeitet) von Peter Karasch und Dr. Christoph Hahn

RL_BayernRote Listen dokumentieren in erster Linie den Rückgang von Arten und lassen sich damit nicht per se als Naturschutzerfolge "verkaufen". Viel eher sind sie Alarmsignale, mit denen Arten auf ihre kritische Lage aufmerksam machen. Und eben deswegen sind sie nach wie vor unverzichtbare Instrumente des Naturschutzes, indem sie unter anderem

  • als Argumentations- und Entscheidungshilfen für umwelt- und     raumrelevante Planungen herangezogen werden
  • den notwendigen Handlungsbedarf im Naturschutz aufzeigen (Grundlage für Arten- und Biotopschutzmaßnahmen sowie für Artenhilfsprogramme)
  • auf den Erfolg von Naturschutzmaßnahmen schließen lassen
  • künftige Forschungen anregen und Behörden sowie der Öffentlichkeit als Informationsquelle über die Gefährdungssituation der Arten dienen.

Die vorliegende Ausgabe der Roten Liste gefährdeter Großpilze Bayerns soll hierzu einen neuen, aktualisierten Beitrag leisten.

Die letzte Bearbeitung der Roten Liste der gefährdeten Großpilze Bayerns wurde vor 20 Jahren veröffentlicht (Schmid 1990). Seither wurden viele neue Daten erhoben und das Wissen um die Lebensweise und Verbreitung der Pilze hat sich verbessert. Da zudem die Kriterien für die Einstufung in die Roten Listen europaweit vereinheitlicht wurden, war schon aus diesem Grunde eine Überarbeitung der alten Liste geboten. Bayern ist nicht nur das größte Bundesland, sondern weist auch die größte Vielfalt an Naturräumen auf.

Diese landschaftliche Vielfalt bedingt einen hohen Artenreichtum bei den Pilzen. Zurzeit sind nach Besl 2008 (in litt.) mindestens 2.718 Arten von Blätter-/Röhrenpilzen (Agaricales s.l.) und 1.056 Arten Nichtblätterpilze (Aphyllophorales s.l.) nachgewiesen. Hinzu kommen geschätzt mehr als 1.000 Schlauchpilzarten (Ascomycetes), für die noch eine Inventarliste fehlt. Zusammen sind in Bayern also insgesamt bald 5.000 Großpilzarten bekannt. Hierzu zählen alle Pilzarten, deren Fruchtkörper eine Größe von 1 mm überschreiten. Die hohe Diversität der bayerischen Pilzflora bedingt Kenntnislücken bezüglich einiger Artengruppen. Viele Pilze sind schwer bestimmbar und nur von wenigen Experten zweifelsfrei anzusprechen.

Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der vorgestellten Roten Liste der Pilze Bayerns auf den Großpilzen und hier im Speziellen auf Arten, die als gut bearbeitet gelten oder über die genaue Aussagen von Spezialisten greifbar sind.

Weitere Informationen zum Download oder Bezug der Druckversion (10 Euro) erhalten Sie unter
http://www.lfu.bayern.de/natur/rote_liste_pilze/index.htm
Die Druckversion kann auch direkt über die Bayerische Mykologische Gesellschaft bestellt werden:
Bestellung



    © 2007 - 2014  Bayerische Mykologische Gesellschaft e.V.
    Alle Rechte vorbehalten.